Die Zahlen des Bestattungssektors in der Schweiz: Markt, Akteure und Trends

BlogKultur und Aktuelles31. Dezember 2025
Die Zahlen des Bestattungssektors in der Schweiz: Markt, Akteure und Trends

Einleitung

Der Schweizer Bestattungssektor ist der breiten Öffentlichkeit oft unbekannt, dennoch stellt er einen bedeutenden Wirtschaftsmarkt dar. Mit über 70'000 Todesfällen pro Jahr generiert dieser Sektor einen Umsatz von schätzungsweise 500 bis 700 Millionen Franken jährlich. Doch über die Zahlen hinaus erlebt der Bestattungsmarkt in der Schweiz tiefgreifende Veränderungen, die gesellschaftliche Entwicklungen widerspiegeln.

Die demografische Alterung, die Entwicklung der Praktiken (Feuerbestattung stark im Aufwind), die Digitalisierung der Dienstleistungen und die neuen Erwartungen der Familien gestalten die helvetische Bestattungslandschaft schrittweise neu. Die Bestattungsunternehmen müssen sich an diese Veränderungen anpassen und gleichzeitig die in diesen schwierigen Momenten erwartete Begleitungsqualität aufrechterhalten.

Dieser Artikel bietet eine umfassende Analyse des Sektors: wichtige Akteure, durchschnittliche Kosten von Bestattungen, wichtige Trends und Statistiken. Ob Sie Fachperson des Sektors, Investor, Journalist oder einfach an diesen Themen interessiert sind, Sie finden hier eine Makroperspektive des Schweizer Bestattungsmarktes und seiner Entwicklungsperspektiven für die kommenden Jahre.

📌 Zusammenfassung (TL;DR)

Der Schweizer Bestattungsmarkt generiert zwischen 500 und 700 Millionen Franken jährlich für über 70'000 Todesfälle. Der Sektor strukturiert sich zwischen grossen Gruppen und Unabhängigen, mit durchschnittlichen Bestattungskosten zwischen 5'000 und 15'000 CHF. Die Feuerbestattung überschreitet mittlerweile 90% der Entscheidungen, während die Digitalisierung und die Bestattungsvorsorge die Praktiken schrittweise verändern. Die demografische Alterung verspricht ein Marktwachstum bis 2035.

Der Schweizer Bestattungsmarkt in Zahlen

Die Schweiz verzeichnet jährlich über 70'000 Todesfälle, eine Zahl, die mit der Alterung der Bevölkerung stetig zunimmt. Der Schweizer Bestattungsmarkt stellt zwischen 500 und 600 Millionen Franken jährlich dar, verteilt auf das gesamte Territorium.

Die städtischen Kantone wie Zürich, Waadt und Genf konzentrieren die grössten Volumina, während die ländlichen Regionen traditionellere Praktiken aufweisen. Um die demografischen Statistiken und Sterblichkeitstrends zu vertiefen, zeigen die Daten ausgeprägte regionale Unterschiede.

Die demografischen Prognosen deuten auf ein kontinuierliches Wachstum bis 2035 hin, mit einer geschätzten Zunahme von 20 bis 30% der jährlichen Todesfälle. Diese Entwicklung verändert den Bestattungssektor und seine Akteure tiefgreifend.

Struktur des Sektors: Akteure und Organisation

Der Schweizer Bestattungssektor zählt zwischen 400 und 500 Bestattungsunternehmen, verteilt auf das gesamte Territorium. Diese Struktur spiegelt die Vielfalt des Landes wider: lokale Familienunternehmen, regionale Gruppen und internationale Akteure existieren nebeneinander.

Die Mehrheit der Unternehmen bleiben unabhängige Strukturen, oft familiengeführt und von Generation zu Generation weitergegeben. Sie repräsentieren etwa 70% des Marktes in der Anzahl der Betriebe, aber ihr Marktanteil im Volumen nimmt schrittweise ab.

Seit einem Jahrzehnt ist eine schrittweise Konsolidierung des Sektors zu beobachten. Die grossen Gruppen kaufen lokale Unternehmen auf und bewahren dabei ihre kommerzielle Identität, was eine diskrete, aber reale Konzentration des Marktes schafft.

Die grossen Unternehmen und Bestattungsgruppen

Mehrere Gruppen strukturieren den Schweizer Bestattungsmarkt. Concordia Pompes Funèbres, in mehreren Westschweizer Kantonen präsent, gehört zu den wichtigsten Akteuren. Funecap, eine Gruppe mit Ursprung in Genf, entwickelt eine nationale Expansionsstrategie.

Diese Gruppen kontrollieren etwa 30% des Marktes im Volumen, mit einer besonders starken Präsenz in städtischen Gebieten. Ihre Strategie basiert auf der Übernahme lokaler Unternehmen und der Aufrechterhaltung ihrer regionalen Verankerung.

Einige internationale Akteure, insbesondere französische und deutsche, haben in den letzten Jahren ebenfalls in den Schweizer Markt investiert. Ihr Ansatz bevorzugt die Grenzkantone und die grossen Agglomerationen, wo die Nachfrage grösser ist.

Die unabhängigen Bestattungsunternehmen

Die unabhängigen Bestattungsunternehmen bleiben die Säule des Sektors in der Schweiz. Ihre Kenntnis des lokalen Umfelds, ihre Nähe zu den Familien und ihre Fähigkeit zur Personalisierung bilden ihre wichtigsten Stärken.

Diese Familienstrukturen bieten oft eine persönlichere Begleitung und eine erhöhte Flexibilität bei der Organisation der Zeremonien. Ihre territoriale Verankerung ermöglicht es ihnen, dauerhafte Beziehungen zu den lokalen Gemeinschaften aufrechtzuerhalten.

Angesichts der Marktkonsolidierung setzen diese Akteure auf Servicequalität und Transparenz. Um ein Bestattungsunternehmen auszuwählen, bevorzugen die Familien zunehmend diese Kriterien der Nähe und Authentizität.

Durchschnittskosten und Budget für Bestattungen in der Schweiz

In der Schweiz variieren die durchschnittlichen Kosten einer Bestattung zwischen 5'000 und 15'000 Franken je nach getroffenen Entscheidungen. Diese erhebliche Spanne spiegelt die Unterschiede zwischen Feuerbestattung und Erdbestattung, zwischen städtischen und ländlichen Regionen und je nach Leistungsniveau wider.

Die Kantone Genf und Zürich weisen die höchsten Tarife auf, mit Durchschnittswerten, die oft 12'000 Franken überschreiten. Im Gegensatz dazu bieten die ländlichen Kantone zugänglichere Leistungen zwischen 5'000 und 8'000 Franken.

Um im Detail alle mit einem Todesfall verbundenen Kosten und den Vergleich zwischen Feuerbestattung und Erdbestattung zu verstehen, verdient jeder Ausgabenposten eine eingehende Analyse.

Aufteilung der Bestattungsausgaben

Die Leistungen der Bestattungsunternehmen machen 40 bis 50% des Gesamtbudgets aus: Sarg, Transport, Einsargung, logistische Organisation. Dieser Posten stellt den grössten Teil der Kosten dar.

Die Zeremonie und ihre logistischen Aspekte (Saal, Blumen, Musik, Hefte) machen 15 bis 20% des Budgets aus. Die Erdbestattung oder Feuerbestattung selbst macht 20 bis 30% aus, je nach gewählter Konzessionsart.

Die Verwaltungskosten und die Veröffentlichung der Todesanzeige machen zwischen 5 und 10% aus. In der Schweiz kostet eine Anzeige in der Presse zwischen 800 und 2'000 Franken, gegenüber 180 Franken auf einer digitalen Plattform wie Wolky. Dieser Unterschied erklärt das wachsende Interesse an Online-Lösungen.

Entwicklung der Praktiken und Verhaltensweisen

Die Bestattungsentscheidungen der Schweizer Familien haben sich in den letzten zwanzig Jahren tiefgreifend verändert. Die Feuerbestattung setzt sich nun als Norm in der Mehrheit der Kantone durch, mit Raten, die in einigen Regionen 85% überschreiten.

Die Personalisierung der Zeremonien ersetzt schrittweise die standardisierten traditionellen Rituale. Die Familien wünschen sich Feiern, die die Persönlichkeit des Verstorbenen widerspiegeln, mit ausgewählten Musikstücken, Texten und Symbolen.

Man beobachtet auch eine Vereinfachung der Rituale: kürzere Zeremonien, weniger formelle Trauerzüge, intimeres Gedenken. Die religiöse Dimension tritt zugunsten von weltlichen oder gemischten Zeremonien zurück, angepasst an die Werte und Überzeugungen jedes Einzelnen.

Feuerbestattung vs. Erdbestattung: ein ausgeprägter Trend

Die Feuerbestattungsrate in der Schweiz ist von weniger als 50% in den 1990er Jahren auf heute über 90% in einigen Westschweizer Kantonen gestiegen. Der nationale Durchschnitt liegt bei etwa 85%, mit erheblichen regionalen Schwankungen.

Mehrere Faktoren erklären diese Entwicklung: der erhebliche Kostenunterschied (4'000-8'000 Franken für eine Feuerbestattung gegenüber 10'000-15'000 Franken für eine Erdbestattung), die zunehmende Urbanisierung, die Säkularisierung der Gesellschaft und die erhöhte Mobilität der Familien.

Die ländlichen und katholischen Kantone bewahren höhere Erdbestattungsraten, aber der allgemeine Trend bleibt auf die Feuerbestattung ausgerichtet. Diese Entwicklung verändert die Bestattungsinfrastrukturen und die Praktiken des Sektors.

Neue Erwartungen der Familien

Die Schweizer Familien fordern heute eine vollständige Transparenz bei den Bestattungstarifen. Detaillierte Kostenvoranschläge, klar ausgewiesene Preise und das Fehlen versteckter Kosten sind zu wesentlichen Auswahlkriterien geworden.

Die Personalisierung stellt eine starke Erwartung dar: Möglichkeit, jedes Element der Zeremonie zu wählen, die Rituale anzupassen, einzigartige Momente zu schaffen. Die emotionale Begleitung und das Zuhören haben Vorrang vor der reinen logistischen Dienstleistung.

Die digitalen Dienste entwickeln sich schnell: Veröffentlichung von Todesanzeigen online, Erstellung digitaler Gedenkseiten, erleichtertes Teilen mit entfernten Angehörigen. Diese Tools entsprechen den Bedürfnissen nach Zugänglichkeit und Modernität der zeitgenössischen Familien.

Der Schweizer Bestattungssektor erlebt eine schrittweise digitale Transformation. Die Online-Plattformen bieten Alternativen zu traditionellen Presseveröffentlichungen, mit Kosten, die um das Fünf- bis Zehnfache reduziert sind, und einer dauerhaften Zugänglichkeit.

Die Bestattungsvorsorge entwickelt sich und ermöglicht es, die eigene Bestattung zu Lebzeiten zu planen und zu finanzieren. Vorsorgeverträge und Bestattungsversicherungen gewinnen bei den Schweizern, die ihre Angehörigen finanziell nicht belasten möchten, an Beliebtheit.

Ökologische Praktiken entstehen: biologisch abbaubare Särge, ökologische Urnen und sogar die Aquamation (Auflösung durch Wasser), die in einigen Kantonen zugelassen wird. Diese Innovationen entsprechen den wachsenden Umweltbedenken.

Die Digitalisierung des Bestattungssektors

Die digitalen Plattformen verändern die Veröffentlichung von Todesanzeigen. Während eine Anzeige in der Presse zwischen 800 und 2'000 Franken kostet, bieten Online-Lösungen wie Wolky eine Veröffentlichung für 180 Franken, rund um die Uhr zugänglich und einfach teilbar.

Die digitalen Gedenkseiten ermöglichen es, Fotos, Anekdoten und Zeugnisse in einem dauerhaften Raum zu sammeln. Die Angehörigen können aus der Ferne gedenken, ihre Erinnerungen teilen und über Grenzen hinweg verbunden bleiben.

Die digitalen Verzeichnisse von Bestattungsunternehmen erleichtern die Suche und den Vergleich von Dienstleistern. Diese erhöhte Transparenz kommt den Familien zugute und drängt den Sektor zu mehr Tarifklarheit und Servicequalität.

Vorsorge und vorausschauende Finanzierung

Der Markt für Bestattungsvorsorge verzeichnet in der Schweiz ein anhaltendes Wachstum. Bestattungsversicherungen und Vorsorgeverträge ermöglichen es, die eigene Bestattung im Voraus zu finanzieren, indem die Zahlungen über mehrere Jahre verteilt werden.

Diese Vorausplanung entlastet die Angehörigen von einer finanziellen Last zum Zeitpunkt des Todes und garantiert die Einhaltung der Wünsche des Verstorbenen. Die Schweizer übernehmen schrittweise diesen Ansatz, der als verantwortungsvolle Vorsorgeleistung betrachtet wird.

Um alle verfügbaren Optionen zu verstehen, erläutert der Artikel über die vorausschauende Finanzierung der Bestattung die bestehenden Lösungen und ihre jeweiligen Vorteile.

Herausforderungen und Chancen des Sektors

Der Schweizer Bestattungssektor steht vor mehreren grossen Herausforderungen. Der Druck auf die Margen verstärkt sich mit dem zunehmenden Wettbewerb und den Erwartungen an Tariftransparenz. Die Unternehmen müssen ihre Praktiken modernisieren und gleichzeitig ihre Rentabilität bewahren.

Die neuen Erwartungen der Verbraucher erfordern Investitionen in Ausbildung, Digitalisierung und kontinuierliche Verbesserung der Dienstleistungen. Die traditionellen Akteure müssen sich schnell anpassen, um keine Marktanteile zu verlieren.

Diese Zwänge schaffen auch Chancen: Entwicklung ergänzender Dienstleistungen (Trauerbegleitung, Vorsorge), weitreichende Personalisierung, innovative digitale Lösungen. Die Unternehmen, die sich weiterentwickeln können, werden ihre Position auf einem demografisch wachsenden Markt stärken.

Prognosen 2025-2035: zu welchem Bestattungsmarkt?

Die demografische Alterung garantiert eine Zunahme des Aktivitätsvolumens um 20 bis 30% bis 2035. Die Zahl der jährlichen Todesfälle sollte zu diesem Zeitpunkt 90'000 überschreiten, was ein strukturelles Wachstum des Bestattungsmarktes schafft.

Die Konsolidierung des Sektors sollte sich beschleunigen, mit einer schrittweisen Konzentration um einige grosse nationale Gruppen. Die unabhängigen Unternehmen, die überleben werden, sind diejenigen, die sich durch Qualität und Nähe differenzieren konnten.

Die Digitalisierung wird sich als Standard durchsetzen: Todesanzeigen online, digitale Dienste, Online-Vorsorge. Die ökologischen Praktiken werden sich verallgemeinern, getrieben durch regulatorische Entwicklungen und gesellschaftliche Erwartungen. Der Schweizer Bestattungssektor von 2035 wird transparenter, digitaler und umweltfreundlicher sein.

Der Schweizer Bestattungssektor stellt einen Markt von mehreren hundert Millionen Franken dar, getragen von über 70'000 jährlichen Todesfällen und einem wachsenden Trend zur Feuerbestattung. Zwischen den grossen internationalen Gruppen und den unabhängigen Bestattungsunternehmen haben die Familien eine grosse Auswahl, stehen aber durchschnittlichen Kosten zwischen 5'000 und 15'000 CHF je nach gewählten Leistungen gegenüber.

Die Digitalisierung verändert diesen traditionellen Sektor schrittweise: Veröffentlichung von Todesanzeigen online, vorausschauende Vorsorge und neue Erwartungen der Familien in Bezug auf Transparenz und Zugänglichkeit. Diese Entwicklungen entsprechen einem realen Bedürfnis nach Vereinfachung und Budgetkontrolle in einem schwierigen Moment.

Wenn Sie eine Todesanzeige veröffentlichen müssen, ermöglicht Ihnen Wolky, dies schnell und würdevoll für 180 CHF zu tun. Veröffentlichen Sie Ihre Anzeige in wenigen Minuten und teilen Sie sie einfach mit Ihren Angehörigen.

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